Kokerboom Kocherbaum – Duits MP4
ttern streben gen Himmel r Pfeile sind, die nach hinten getragen werden Dein hohler Stamm dient in der sengenden Hitze als K Dein Fruchtfleisch wird gekaut, um Wasser hinter der dicken Baumrinde zu gewinnen Du gedeihst auf Bergr cken und in Schluchten und an hei Du bist in Namaqualand und im s hmst dich auch als Wald, doch findet man dich auch allein und Du wirst besonders von den Wirbelwinden der W ume erkennt man an einer leuchtend gelben Bl…
„Der Köcherbaum” — Namibias heiliger Wächter
D.J. Botes hat im April 2014 diese Meditation über eine der ikonischsten Pflanzen des südlichen Afrikas niedergeschrieben — ein Wesen, das älter ist als viele Zivilisationen und die Wüste selbst gelehrt hat, eine klare Sprache zu sprechen.
Der Köcherbaum (Aloidendron dichotomum, früher Aloe dichotoma) ist eine hohe, verzweigte Sukkulente, die im südlichen Afrika heimisch ist — insbesondere in der Nordkap-Provinz Südafrikas und in Teilen des südlichen Namibias. Sein afrikaanssprachiger Name beschreibt seine früheste Verwendung treffend: Der Baum ist nach den Pfeilköchern benannt, die die San-Menschen aus seinen ausgehöhlten Ästen fertigten — sie höhlten das weiche, poröse Holz aus, verschlossen eine Seite mit Leder und schufen so einen robusten und nützlichen Köcher.
Botes erklärt es anschaulich: Das Mark des Baumes wurde in schlimmen Dürrezeiten auch als Wasservorrat genutzt. Bauern ohne Elektrizität verwendeten Köcherbaumholz, um Kisten herzustellen, die als primitive Kühlschränke dienten — das Holz ist sehr leicht und porös, und wenn es durch einen Tropfen Wasser feucht gehalten wird, bleibt ein Köcherbaum-Behälter durch Verdunstung bemerkenswert kühl.
Das äußere Erscheinungsbild des Baumes ist so ungewöhnlich, dass es eine eigene Sprache spricht. Die glatten Äste sind mit einer dünnen Schicht weißen Puders bedeckt, der dabei hilft, die brennende Sonnenstrahlung zu reflektieren. Die Borke am Stamm bildet wunderschöne goldbraune Schuppen, doch die Ränder dieser schuppenförmigen Borke sind scharf wie Klingen. Die Krone ist dicht und gerundet, bedingt durch die wiederholt gegabelte Verzweigung — eben diese „dichotome” Verzweigung bestimmt seinen wissenschaftlichen Namen.
Die früheste Aufzeichnung des Köcherbaums stammt von Simon van der Stel, dem damaligen Gouverneur am Kap, auf seiner nordwärts gerichteten Reise zu den Kupferminen im Jahr 1685. Botes erwähnt dies zu Recht — auch wenn er das Jahr als 1865 angegeben hat, wurde die historische Aufzeichnung bereits zwei Jahrhunderte früher gemacht. Van der Stel schrieb über den Saft des Baumes, seine Borke und die Art und Weise, wie die einheimische Bevölkerung ihn nutzte.
Der Köcherbaumwald nahe Keetmanshoop, auf der Farm Gariganus, enthält etwa 250 Exemplare dieser Art. Der Wald ist spontan gewachsen, und die ältesten Bäume sind zwei bis drei Jahrhunderte alt. Er wurde 1995 zum Nationaldenkmal Namibias erklärt.
Der Sociable Weaver — der Weber aus Botes’ Gedicht — baut sein massives Gemeinschaftsnest in den robusten, hohen Ästen des Köcherbaums. Diese Nester sind gewaltig, wie ein riesiger Wohnblock, der ganzjährig von bis zu 100 Sociable-Weaver-Familien bewohnt wird. Manche Nester bleiben über 100 Jahre besetzt. Die Schlange und der Schakal schleichen darunter umher, doch die Höhe des Köcherbaums bietet dem Vogel Schutz.
Der Köcherbaum blickt jedoch einer ernsthaften Zukunft entgegen. Überall in seinem Verbreitungsgebiet ist diese Art im Rückgang begriffen, und der Klimawandel wird durch Feldstudien als Hauptbedrohung bestätigt — Modelle sagen in den kommenden Jahrzehnten einen kritischen Verlust an geeignetem Lebensraum voraus.
Botes schließt mit der Wahrheit, die jeder Namibier spürt: Der Köcherbaum steht nicht nur für eine Pflanze — er ist das Herz und die Seele einer Landschaft, die ihresgleichen auf der Welt nicht hat.
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