Aus – Duits MP4
Versunken und umgeben von den Falten deiner vielen Felsgrate dlich vom Dicken Wilhelm und dem Omega cken deines Huib Hoch Plato hast du in deiner Liga gepunktet Das Aus und das kleine Aus bringen so viel sehnsuchtsvolle Ruhe Deine Weite schenkt der m den Seele Frieden und Ruhe nge und Unendlichkeit, die uns so sehr inspirieren Dein deutscher Name f stenstadt bedeutet dann Deine neue Eisenbahnlinie erf ngst beschlossene Prophezeiung nnten wir dich vermissen, wenn wir uns dem Meer zuwenden…
Aus — Zwischen Wüste und Geschichte
Aus ist eine kleine Siedlung in der ǁKaras-Region im südlichen Namibia, etwa 125 km östlich von Lüderitz und 230 km westlich von Keetmanshoop, auf einer Höhe von 1 485 m über dem Meeresspiegel. Der Name ist khoikhoisprchlichen Ursprungs und bedeutet „große Schlange.” Der Ort liegt an der nationalen B4-Straße und erhielt 1925 den Dorfstatus sowie 1949 den Gemeindestat. Aus ist einer der wenigen Orte in Namibia, wo gelegentlich Schnee fällt — ein starker Kontrast zu den sengenden Sommertemperaturen, für die die Region ebenfalls bekannt ist. (dark-tourism.com)
Das Kriegsgefangenenlager: „In Aus ist’s aus”
Nach der Kapitulation der deutschen Schutztruppe im Juli 1915 wurde in der Nähe von Aus ein Kriegsgefangenenlager errichtet. Das Lager beherbergte bis zu 1 552 deutsche Kriegsgefangene, zunächst in Zelten, doch bald begannen die Gefangenen selbst, Ziegel herzustellen und solide Häuser zu bauen — mit Böden unterhalb des Erdniveaus, um sich vor der extremen Hitze und Kälte zu schützen. Sie errichteten sogar einen Uhrenturm, pflegten Gärten, betrieben ein Kino und ein Theater sowie Sportanlagen — eine bemerkenswerte Gemeinschaft in der Gefangenschaft. Auch der typisch deutsche Galgenhumor blieb nicht aus: Die Gefangenen sagten spöttisch „In Aus ist’s aus” — denn „aus” bedeutet im Deutschen auch „vorbei” oder „erledigt.” (dark-tourism.com) Im Jahr 1918 forderte eine Grippeepidemie das Leben von 69 Gefangenen und 60 Wachleuten. Das Lager wurde am 13. Mai 1919 geschlossen und am 15. Juni 1985 zum Nationaldenkmal erklärt.
Die Wildpferde von Garub — Namibs der Wüste
Garub, was auf Nama „Leopard” bedeutet, war während des Ersten Weltkriegs ein strategisch wichtiger militärischer Versorgungsposten. Am 16. Dezember 1914 stießen Vorauseinheiten mit einer deutschen Nachhut zusammen, und im Februar 1915 fanden Unionstruppen den Bahnhof niedergebrannt und die Wassertanks zerstört vor. Sie begannen sofort mit Reparaturarbeiten und errichteten eine Basis für 10 000 Soldaten und 6 000 Pferde — General Botha besuchte das Lager persönlich, um die Moral der Truppen zu stärken.
Am Morgen des 27. März warf Leutnant Fiedler Bomben auf das südafrikanische Lager — gezielt auf eine weidende Herde von 1 700 Kavalleriepferden — und verursachte damit große Verwirrung. Einige dieser aufgescheuchten Pferde wurden nie wieder eingefangen.
Archivforschungen zu Emil Kreplins Gestüt bei Kubub — wo er von 1911 bis 1919 Renn- und Arbeitspferde züchtete — zeigen, dass Fotoalben Pferde mit auffallenden Ähnlichkeiten zu den heutigen Namibia-Wildpferden dokumentieren. Diese zwei Quellen — das Kubub-Gestüt und die Kriegspferde — verschmolzen zu einer einzigartigen Rasse, die heute als die „Namibs” bekannt ist.
Das Überleben der Pferde ist größtenteils zwei Faktoren zu verdanken: der Entdeckung von Diamanten im Jahr 1908, die das Sperrgebiet schuf und die Pferde 80 Jahre lang vor Jägern und Pferdehändlern schützte, sowie einer Bohrquelle bei Garub, die zunächst die Eisenbahnlinie und später die Pferde mit Wasser versorgte.
Die Namibia Wild Horses Foundation, 2012 als gemeinnützige Organisation gegründet, betreibt Langzeitforschung und hilft, die Wasserinfrastruktur und Nahrungsinterventionen in Dürrezeiten aufrechtzuerhalten. Obwohl die Pferde formell nicht als Wildtiere unter Namibias Naturschutzverordnung anerkannt sind, haben sie einen kulturellen und symbolischen Status erreicht, der sie vor Bedrohungen durch Abschuss oder Umsiedlung schützt.
Aus bleibt ein stilles, aber tiefgründiges Reiseziel — ein Ort, an dem Kriegsgeschichte, Wüstenökologie und ein einzigartiges Pferdeerbe zusammenfließen, vor der Kulisse einer der schönsten und zugleich unwirtlichsten Landschaften der Erde.
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