Karakoel Karakul – Duits MP4
Karakul- Schafe [German- song about the Karakoel sheep in Namibia] Die Karakul-Schafrasse ist in trockenen Gebieten bekannt und entwickelt dort einen dicken Fettschwanz. Darin speichert sie ihre Reserven für Dürrezeiten. Ihre Widder haben gut ausgebildete Hörner, die Mutterschafe sind hornlos. Die wichtigste Karakul-Industrie in Afrika befindet sich in Namibia. Auch im Nordkap wird die Rasse gezüchtet. In Namibia und Südafrika wird die Rasse unter dem Namen Swakara vermarktet und hauptsächlich auf den Londoner Pelzauktionen verkauft. Swakara-Felle machen die Hälfte der…
Karakul-Schafe — Analyse und erweiterte Beschreibung
Das Lied als Industrieporträt und Liebeserklärung
D. Botes’ Lied über die Karakulschafe (Januar 2026) ist eines seiner jüngsten Werke und zeigt eine neue Facette seines Schaffens: das Lied als wirtschaftliche Hommage. Es geht nicht um eine Landschaft oder eine Stadt, sondern um ein Tier — genauer gesagt um eine Tierrasse, die Namibias Geschichte und Wirtschaft im 20. Jahrhundert entscheidend geprägt hat.
Die Herkunft: Von Buchara nach Swakopmund
Das Karakulschaf ist eine der ältesten Nutztierrassen der Welt, ursprünglich aus Usbekistan stammend. Am 24. September 1907 trafen die ersten Zuchttiere in Swakopmund ein. Sie akklimatisierten sich außerordentlich gut und schnell. Der Aufbau der Zucht ging auf verschiedenen Privatfarmen zügig voran. Wikipedia
Der Erfolg der Zuchtversuche in Halle ermutigte Friedrich von Lindequist, Gouverneur des damaligen Deutsch-Südwestafrikas, eine Einfuhr von Karakul in das heutige Namibia zu fördern, da die Wollschafzucht schlechter vorankam als erwartet. Wikipedia Botes’ Angabe, die ersten Schafe seien „1907 in Hamburg geboren” und nach Swakopmund importiert worden, entspricht dem historischen Kern dieser Erzählung.
Das Schwarze Gold: Swakara und der Weltmarkt
Im Jahr 1907 wurden ein Dutzend reinrassige Karakulschafe von der Steppe Zentralasiens nach Südwestafrika gebracht und begründeten über ein Jahrhundert Swakara-Pelzfarming.
Der Modewechsel hin zum Nerzpelz, etwa um 1970, und später ein allgemeiner Rückgang der Nachfrage nach Pelzen führte 1991 zeitweilig zum Zusammenbruch der Karakulzucht in Namibia. Dieser Absturz war dramatisch: In 1970 waren rund 95% aller Schafe in Namibia Karakuls — 1998 waren es nur noch 6%.
Swakara: Eine Neue namibische Identität
Seit 2012 tragen neben den Fellen auch die Schafe in Namibia die offizielle Bezeichnung „Swakara.” Wikipedia Diese Umbenennung war kein rein kosmetischer Akt — sie war ein strategischer Schritt, um die namibische Rasse von der mittelasiatischen Karakulzucht zu differenzieren, die in den 1980er Jahren zunehmend ins Visier von Tierschutzkampagnen geraten war.
Das wichtigste Merkmal eines Swakara-Fells sind seine eingesunkenen Rillen, die ein 9-flächiges Motiv bilden. Das Muster der Rippen ist bei jedem Swakara-Fell einzigartig.
Die Locken und die Farben: Ein System der Qualität
Botes beschreibt die verschiedenen Lockentypen — Flachlocke, Wasserlocke, Röhrenlocke — akkurat. Die natürliche Farbpalette von Swakara umfasst Schwarz, Grau, Weiß, Braun und Gefleckt, aber es ist möglich, über 200 verschiedene Tönungsvariationen zu finden. Ein einzelnes graues Swakara-Fell kann sogar über fünf natürliche Töne aufweisen.
Gegenwart und Zukunft
So lag der Verkaufspreis für weiße Felle im Jahr 2023/24 bei ca. 60 Euro, für schwarze bei etwa 20 Euro. 2025 war die Rede davon, dass sich die Situation stabilisiert habe und Wachstumspotenzial zu erkennen sei. Wikipedia
Das „Schwarze Gold” der namibischen Wüste lebt weiter — in den Händen treuer Züchter, die verstehen, schätzen und — wie Botes es im Outro singt — bei ihm anhalten.
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